Presse

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ)

in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie (DGKFO) am 14. Und 15. Oktober 2011 im Hotel Bachmair Weissach

Viele Menschen wissen nicht, dass man auch als Erwachsener noch etwas gegen schiefe Zähne tun kann. Nicht nur bei Kindern und Jugendlichen sind kieferorthopädische Behandlungen möglich, Korrekturen der Zahnstellung können heute in jeder Altersgruppe durchgeführt werden!

Die Kieferorthopädie ist somit für die Ästhetische Zahnheilkunde ein unersetzlicher Partner geworden. Auch für sogenannte „minimalinvasive“, das heißt die Zahnsubstanz schonende und ihren Verlust vermeidende Eingriffe schafft sie häufig erst die Voraussetzungen. Prof. Dr. mult. Robert Sader, Präsident der DGÄZ, erklärt das so: „Zähne wachsen leider nicht mehr nach. Was einmal abgeschliffen wurde, um Brücken oder Kronen anzubringen, ist unwiederbringlich verloren. Notwendige zahnmedizinische Eingriffe und ästhetische Korrekturen mit möglichst wenig Substanzverlust zu realisieren, ist das besondere Anliegen der ästhetischen Zahnheilkunde.“

„Ästhetik trifft Kieferorthopädie“ lautet daher das Motto der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ) am herbstlichen Tegernsee, die ganz im Zeichen der Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie (DGKFO) stehen soll: „Die Zahnmedizin wünscht sich – und braucht – eine verstärkte Unterstützung durch die moderne Kieferorthopädie“, so begründet der DGÄZ-Präsident in seiner Ankündigung den Stellenwert interdisziplinärer Vorgehensweisen. „Die Möglichkeiten, die dieses Fach mittlerweile mit seinen ausgefeilten Verfahren bietet, sind in vielen Fällen die bessere Alternative zu traditionellen Methoden.“

Unterstützt wird dieser Ansatz von Prof. Dr. Andreas Jäger, Präsident der DGKFO. Das von beiden Gesellschaften gemeinsam konzipierte Tagungsprogramm, das auch „Doppelvorträge“ enthält, soll Kooperationsmöglichkeiten für Zahnärzte und Kieferorthopäden in den Focus rücken und Brücken schaffen: Kieferorthopäden und Zahnärzte präsentieren am Beispiel konkreter Fälle Modelle für interdisziplinäre Therapieabläufe. „Der Teamgedanke wächst“, so Professor Sader, „und beide Seiten werden sich mit diesem Prozess der Veränderung befassen müssen, denn mit den Möglichkeiten des Faches steigt auch die Erwartungshaltung. Der Anspruch der Patienten an die Ästhetik wird immer größer.“

Insbesondere auf dem Gebiet der ästhetischen Restaurationen sieht der Präsident der wissenschaftlichen Fachgesellschaft einen verstärkten Bedarf nach teamorientierten Lösungen: „Die moderne Kieferorthopädie spielt in der Zahnerhaltung und der Zahnmedizin eine immer noch viel zu geringe Rolle! Wir wissen von unseren kieferorthopädischen Mitgliedern in der DGÄZ, welch großes und häufig noch ungeborgenes Potential der interdisziplinäre Ansatz bietet – und wie viel interessanter der Praxisalltag geworden ist, seit mehr und mehr im Team-Approach gearbeitet wird.“ In der DGÄZ gibt es bereits eine ganze Reihe erfolgreicher Netzwerke, in denen ein intensiver Austausch zwischen den unterschiedlichsten Fachbereichen stattfindet. Hier wurden die Voraussetzungen für die groß angelegte Jahrestagung geschaffen, die – zum Wohle des Patienten – den Teamgeist fördern soll.

Den praxisorientierten und interdisziplinären Ansatz der Tagung betont auch DGÄZ-Vizepräsident Dr. Siegfried Marquardt, der für die Organisation der Tagung verantwortlich zeichnet. Er setzt den Focus auf „Patientenfälle, wie wir sie alle kennen“, um dann den Blick auf das interaktive und innovative Potential der ästhetischen Zahnheilkunde und der modernen Kieferorthopädie zu richten: „Was könnten beide Bereiche, einzeln oder zusammen, hier optimieren?“ Das gemeinsame Ringen um das bestmögliche Ergebnis entspricht, wie Dr. Marquardt hervorhebt, der Fach-Politik der DGÄZ: „Wir erleben immer wieder fasziniert, wie gut es ist, wenn Wissenschaft und Praxis sich gemeinsam Gedanken machen – und wir sind auch dieses Jahr sehr gespannt, wie dieser Diskurs ausgeht und welche Wege er für die Zukunft ebnet.“

Interdentalprinzessin sucht Experten

DGÄZ-Jahrestagung zeigt Chancen von Ästhetik & KFO

Zusammen mit erstklassigen Referenten auch aus dem Bereich der Kieferorthopädie geht die DGÄZ/Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde am 14 und 15. Oktober 2011 am Tegernsee das Thema „interdisziplinäre Konzepte“ ganz und gar praktisch an: „Wir zeigen ganz bewusst weitgehend klassischen zahnärztlichen Alltag, was die Ausgangsfälle betrifft“, sagt Dr. Siegfried Marquardt, Vizepräsident der DGÄZ, „Patientenfälle, wie wir sie alle kennen. Dann richten wir den Blick auf die sich hier möglicherweise bietenden Möglichkeiten der ästhetischen Zahnheilkunde und der modernen Kieferorthopädie. Was könnten beide Bereiche, einzeln oder zusammen, hier optimieren?“ Einzeln oder zusammen – das war auch die Frage im Vorfeld der traditionellen Jahrestagung der DGÄZ am Tegernsee. Wolfgang Boer, Pressesprecher der DGÄZ: „Wir haben mit großer Freude die DGKFO als Partner unserer Tagung gewinnen können und das Programm zusammen geplant. Das hat dem Konzept sehr gut getan, denn jetzt finden auch Kieferorthopäden für sie praxisrelevante Themen aus dem eigenen Bereich. Ergänzt unsererseits um ästhetische Expertise.“

Fehlendes Rosa, zuviel Schwarz: Was nun?

Genau die wird auch gebraucht, wenn es um die „Interdentalprinzessin“ geht, die sensible Papille. Ist sie in Folge eines rekonstruktiven Verfahrens „verschwunden“, ist das Gesamtergebnis der Versorgung vielleicht stabil in der Funktion, aber: „Man unterschätzt leicht, welch große optische Rolle die Papille spielt“, sagt Prof. Dr. Ulrike Fritz/Aachen, Tagungs-Referentin für den Kieferorthopädie. „Auch wenn die Prohetik noch so schön geworden ist: Fehlt der Bogen im Zahnfleischsaum oder zeigen sich gar schwarze Dreiecke, sind die Patienten rasch unzufrieden, auch wenn sie nicht selbst gleich erkennen, woher die als hässlich empfundene Wirkung kommt.“ Es gebe viele, oft auch vermeidbare Ursachen für solche optischen Defekte, aber eben auch eine ganze Bandbreite an möglichen Verfahren, hier wieder Gewebe und damit Ästhetik in das Gesamtbild zu bringen. Bei der DGÄZ-Jahrestagung wird sie beispielsweise zeigen, wie man Weichgewebe herausstülpen und zu einer Papillenwirkung bringen kann. Was die Ästhetik ihrerseits an verschiedenen Verfahren kennt, wird Prof. Dr. Bernd Klaiber/Würzburg als einer der Tagungsreferenten für die DGÄZ vorstellen: „Wenn ein schwarzes Dreieck entstanden ist, gibt es natürlich beispielsweise die Möglichkeit, die Situation mit Komposit optisch zu kaschieren. Aber: Einfach Komposit aufschichten geht nicht. Für diese anspruchsvolle Aufgabe gibt es eine spezielle Matritzentechnik, die bei der Tagung als ein Beispiel von mehreren Verfahren vorgestellt wird.“ Zu beachten ist bei diesem Vorgehen laut Professor Klaiber auch die Schaffung einer gingivafreundlichen Oberfläche.

Die beliebte Referenten-Prüfung

Neben einer Vielzahl weiterer praxisnaher Fälle und gekonnt interdisziplinärer Lösungen wird es auch dieses Jahr wieder die „Prüfung der Referenten“ geben: Vorgestellt wird ein Fall, dessen Ausgang die Referenten nicht kennen. Gemeinsam entwickeln sie Vorschläge für Lösungen, in den Vorjahren oft intensiv unterstützt durch das Auditorium. Dieses gemeinsame Ringen um das bestmögliche Ergebnis entspricht der Fach-Politik der DGÄZ, Dr. Marquardt: „Wir erleben immer wieder fasziniert, wie gut es ist, wenn Wissenschaft und Praxis sich gemeinsam Gedanken machen – und wir sind auch dieses Jahr wieder sehr gespannt, wie dieser Diskurs ausgeht.“

Infos und Anmeldung (Teilnehmerrabatte für Mitglieder von DGÄZ, DGKFO und BDK): PDF-Flyer mit Anmeldebogen

Jahrestagung der DGÄZ in Kooperation mit der DGKFO

Mehr Kooperation Zahnmedizin/Kieferorthopädie gewünscht

Die Zahnmedizin wünscht sich – und braucht – mehr Unterstützung durch die moderne Kieferorthopädie: Das betont Prof. Dr. mult Robert Sader, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde/DGÄZ.

„Wir wünschen uns seitens der Kieferorthopäden noch mehr Interdiszplinarität und mehr ‚Dienstleistungsbewusstsein‘ gegenüber zuweisenden Zahnärzten auf dem Gebiet der ästhetischen Restaurationen“, denn, so der Präsident der wissenschaftlichen Fachgesellschaft: „Noch spielt die moderne Kieferorthopädie in der Zahnerhaltung und der Zahnmedizin insgesamt eine viel zu geringe Rolle!“

Die Möglichkeiten, die dieses Fach mittlerweile mit seinen ausgefeilten Verfahren biete, seien in vielen Fällen die bessere Alternative zu traditionellem Vorgehen. Um die Möglichkeiten für beide Seiten – Zahnärzte wie Kieferorthopäden – noch mehr ins Bewusstsein zu rücken und eine Brücke zu schaffen, hat die DGÄZ am 14. und 15. Oktober ihre diesjähriges Jahrestagung im neu renovierten Hotel Bachmair – Weissach am herbstlichen Tegernsee ganz bewusst und erstmals zusammen gestaltet mit der DGKFO. „Unser Kongress-Motto lautet zwar ‚Ästhetik trifft Kieferorthopädie‘ – aber genau genommen kann man das auch andersherum lesen. Wir wissen von unseren kieferorthopädischen Mitgliedern in der DGÄZ, dass sie erst über unsere Tagungen verinnerlicht haben, welch großes und für sie noch ungeborgenes Potential der interdisziplinäre Ansatz bietet – und wie viel interessanter der Praxisalltag geworden ist, seit mehr und mehr im Team-Approach gearbeitet wird.

In der DGÄZ gibt es mittlerweile eine ganze Reihe erfolgreicher Netzwerke – das können wir unseren Kolleginnen und Kollegen aus allen Fächern nur ans Herz legen! Mit unserer Jahrestagung wollen wir sozusagen einen Schalter in den Köpfen umlegen und auf Grün stellen.“ Unterstützt wird dieser Ansatz ausdrücklich von Prof. Dr. Andreas Jäger, Präsident der DGKFO. Das Tagungsprogramm, das auch bewusst Doppelvorträge Kieferorthopäde/Zahnarzt ausweist, vermittelt Modelle, wie so eine Zusammenarbeit an konkreten Fällen ablaufen kann, sowie vielfältige fachliche Therapieanleitungen für Kieferorthopäden und Zahnärzte gleichermaßen.

„Wir wollen damit auch den Zahnärzten zeigen“, so Professor Sader, „dass Kieferorthopädie heute nicht mehr ausschliesslich Kinderbehandlung ist und mitgedacht werden muss, wenn ein Teamgedanke wächst. Auch in der Kieferorthopädie selbst wird man sich mehr und mehr mit dieser Veränderung befassen müssen, denn mit den Möglichkeiten des Faches steigt auch die Erwartungshaltung.“ Gesellschaftlich werde man ohnehin nicht mehr um das Thema ‚Erwachsenenbehandlung‘ und auch den Anspruch der Patienten an Ästhetik herumkommen: Laut einer brandaktuellen Statistik des entsprechendes Bundesamtes ist die Zahl der Kinder in Deutschland in den vergangenen 10 Jahren um 2,1 Millionen gesunken.