Interdentalprinzessin sucht Experten

DGÄZ-Jahrestagung zeigt Chancen von Ästhetik & KFO

Zusammen mit erstklassigen Referenten auch aus dem Bereich der Kieferorthopädie geht die DGÄZ/Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde am 14 und 15. Oktober 2011 am Tegernsee das Thema „interdisziplinäre Konzepte“ ganz und gar praktisch an: „Wir zeigen ganz bewusst weitgehend klassischen zahnärztlichen Alltag, was die Ausgangsfälle betrifft“, sagt Dr. Siegfried Marquardt, Vizepräsident der DGÄZ, „Patientenfälle, wie wir sie alle kennen. Dann richten wir den Blick auf die sich hier möglicherweise bietenden Möglichkeiten der ästhetischen Zahnheilkunde und der modernen Kieferorthopädie. Was könnten beide Bereiche, einzeln oder zusammen, hier optimieren?“ Einzeln oder zusammen – das war auch die Frage im Vorfeld der traditionellen Jahrestagung der DGÄZ am Tegernsee. Wolfgang Boer, Pressesprecher der DGÄZ: „Wir haben mit großer Freude die DGKFO als Partner unserer Tagung gewinnen können und das Programm zusammen geplant. Das hat dem Konzept sehr gut getan, denn jetzt finden auch Kieferorthopäden für sie praxisrelevante Themen aus dem eigenen Bereich. Ergänzt unsererseits um ästhetische Expertise.“

Fehlendes Rosa, zuviel Schwarz: Was nun?

Genau die wird auch gebraucht, wenn es um die „Interdentalprinzessin“ geht, die sensible Papille. Ist sie in Folge eines rekonstruktiven Verfahrens „verschwunden“, ist das Gesamtergebnis der Versorgung vielleicht stabil in der Funktion, aber: „Man unterschätzt leicht, welch große optische Rolle die Papille spielt“, sagt Prof. Dr. Ulrike Fritz/Aachen, Tagungs-Referentin für den Kieferorthopädie. „Auch wenn die Prohetik noch so schön geworden ist: Fehlt der Bogen im Zahnfleischsaum oder zeigen sich gar schwarze Dreiecke, sind die Patienten rasch unzufrieden, auch wenn sie nicht selbst gleich erkennen, woher die als hässlich empfundene Wirkung kommt.“ Es gebe viele, oft auch vermeidbare Ursachen für solche optischen Defekte, aber eben auch eine ganze Bandbreite an möglichen Verfahren, hier wieder Gewebe und damit Ästhetik in das Gesamtbild zu bringen. Bei der DGÄZ-Jahrestagung wird sie beispielsweise zeigen, wie man Weichgewebe herausstülpen und zu einer Papillenwirkung bringen kann. Was die Ästhetik ihrerseits an verschiedenen Verfahren kennt, wird Prof. Dr. Bernd Klaiber/Würzburg als einer der Tagungsreferenten für die DGÄZ vorstellen: „Wenn ein schwarzes Dreieck entstanden ist, gibt es natürlich beispielsweise die Möglichkeit, die Situation mit Komposit optisch zu kaschieren. Aber: Einfach Komposit aufschichten geht nicht. Für diese anspruchsvolle Aufgabe gibt es eine spezielle Matritzentechnik, die bei der Tagung als ein Beispiel von mehreren Verfahren vorgestellt wird.“ Zu beachten ist bei diesem Vorgehen laut Professor Klaiber auch die Schaffung einer gingivafreundlichen Oberfläche.

Die beliebte Referenten-Prüfung

Neben einer Vielzahl weiterer praxisnaher Fälle und gekonnt interdisziplinärer Lösungen wird es auch dieses Jahr wieder die „Prüfung der Referenten“ geben: Vorgestellt wird ein Fall, dessen Ausgang die Referenten nicht kennen. Gemeinsam entwickeln sie Vorschläge für Lösungen, in den Vorjahren oft intensiv unterstützt durch das Auditorium. Dieses gemeinsame Ringen um das bestmögliche Ergebnis entspricht der Fach-Politik der DGÄZ, Dr. Marquardt: „Wir erleben immer wieder fasziniert, wie gut es ist, wenn Wissenschaft und Praxis sich gemeinsam Gedanken machen – und wir sind auch dieses Jahr wieder sehr gespannt, wie dieser Diskurs ausgeht.“

Infos und Anmeldung (Teilnehmerrabatte für Mitglieder von DGÄZ, DGKFO und BDK): PDF-Flyer mit Anmeldebogen

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